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Proteine und alles andere

Hülsenfrüchte: Immer gleich eine grössere Menge Linsen, Bohnen, Kichererbsen etc. einweichen, kochen. Reste im Kühlschrank aufbewahren. In den nächsten Tagen zu Risotto, Pasta, Rösti, in die Suppe, ins Müesli, in den Salat geben.

Produkte aus Hülsenfrüchten sind etwas weniger nährstoffreich, schmecken aber gut; z. B. von Soyana, new roots, planted, V-Love, Garden Gourmet, Beyond, etc. Und sie sind praktisch, wenn es schnell gehen soll…

Besonders viele Proteine hat es auch in Tofu, Tempeh, Hummus, Sojadrink, -joghurt, -skyr etc.

Wer Genaueres zu Nährstoffen wissen möchte, schaut bitte hier nach:

https://drive.google.com/file/d/17fvsNnRwn6s-orYL6hGyn4Ykg96S1hxm/view

Und wer es sehr genau wissen möchte;) hier:

https://ecodemy.de/magazin/pflanzliche-proteine-kombinieren-essentielle-aminosaeuren/

«Das berühmte B12»

Was die wenigsten wissen:

B12 und Selen sind in unserem Boden kaum noch vorhanden. Ausgebeutete Tiere werden daher mit B12, Selen und vielen anderen Zusatzstoffen gefüttert. «Tierprodukt-Konsumierende» werden so indirekt supplementiert. Trotzdem sind sie häufig von Mangel an Nährstoffen betroffen: Dies betrifft Folsäure, Eisen, Jod, Vitamin D, B1, B12, E, Nahrungsfasern und Magnesium – siehe Ernährungsbericht des Bundesamtes für Landwirtschaft.

Vegan Lebende nehmen Nahrungsergänzungen einfach direkt ein – und nicht über den toten Körper oder die Produkte eines ausgenutzten Tiers.

B12 ist für vegan Lebende obligatorisch. Empfohlen wird zusätzlich B2, Selen und Jod. Vitamin D sollten ALLE supplementieren, unabhängig von vegan.

Z. B. enthalten in «nu3 Vegan Essentials» oder «Vegetarier Actilife Depot» von Migros.

Optional empfohlen wird: Algenöl für die Versorgung mit den Omega-3-Fettsäuren DHA und EPA, mindestens 250 mg/Tag (z. B. von Norsan oder Actilife Depot).

Während der Schwangerschaft und Stillzeit, im Wachstum, im Seniorenalter oder bei Vorerkrankungen lohnt sich eine Blutkontrolle – ausserdem ist in diesen Phasen der Nährstoffbedarf erhöht. Das gilt jedoch bei JEDER Ernährungsform.

Knochenbrüche trotz Supplementen: Mila, die Legehenne

Eines der ausgebeuteten Tiere ist Mila, ein «Bio»-Huhn. Ihre Vorfahrin, eine Urhenne, legte zweimal im Jahr 10 bis 12 Eier. Menschen überzüchteten Mila. Sie muss fast täglich unter Schmerzen ein Ei aus sich herauspressen. Deshalb hat sie einen extrem hohen Nährstoffbedarf. Und trotz Zufütterung von Kalzium und vielem anderen hat sie ein gebrochenes Brustbein. Bei 97 von 100 Hennen ist das laut einer Untersuchung der Uni Bern von 2022 der Fall. Ausserdem leiden die Tiere unter bis zu elf Knochenbrüchen!

Nach 1,5 Jahren Ausbeutung werden die Eier kleiner, die Schalen brüchiger. Man packt Mila an den Beinen und stopft das panische Tier kopfüber in einen Container. Vergast sie. Sie erstickt qualvoll. Sie könnte 8 Jahre alt werden.

Viele Menschen sind geschockt, wenn sie das erfahren. Sie denken, wegen Eiern würden keine Tiere umgebracht. Und bei Bio, Demeter etc. seien die Praktiken nicht so grausam. Ein fataler Irrtum.

Bei Fragen: aktiv-vegan@hispeed.ch